Band 
Zweyter Theil.
Seite
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pfcn der Rotationsaxe z. 11. sollen nämlich nur eben noch inihren Lagern aufliegen , so dass schon die geringste Vermeh-rung des Gegengewichts sie über diese Lager hebt. Umjeden zu starken Druck des Instruments auf seine Unterla-gen zu vermeiden, müssen die Balancirungen eingehängtwerden, und bereits ihre Wirkungen äussern , che noch dieZapfen ihre Lager berühren. Daher sind auch die kleinenMetallfedern unter den Pfannendeckeln dazu bestimmt, diedurch die Gegengewichte sich schon beynahe bebenden Za-pfen doch noch in genauer, wiewohl sanfter Berührung mitihren Lagern zu erhalten. Auch versteht es sich von selbst,dass die Frictionsrollen der Gegengewichte immer genau indie für sie eingedrehten Nutheu der Drehungsaxe gestelltwerden müssen.

D ie Alhidadc, welche durch ihr eigenes Gegengewichtgenau halancirt ist, wird durch eine schwache ringförmigeStahlfeder an den, am Ende der metallenen Axe hervorste-henden stählernen Kegel angedrückt , und dadurch immermit dem beweglichen Kreise in einer concentrischen Lageerhalten. Diese Feder stemmt sich gegen eine runde, mittendurchschnittene, und wieder von einem zvveyten Ringe durchsechs Schräubchen zusainmengehaltene Platte. Die ersteregreift in eine schmale, in die stählerne Axe eingedrehte INuth,und wird dadurch an ihrer Stelle feslgehaltcn. I)a die Federfortwährend wirkt, so wird durch das Drehen der Axe beylängerem Gebrauche allmählig das Ohl zwischen der Büchseder Alhidade und dem stählernen Kegel v erdrängt, und die Be-wegung ist nicht mehr so leicht, als zuvor. Man drückt danneinige Mahle die Alhidade behutsam gegen ihre Feder, so dassdiese etwas zurückgebogen wird , und dadurch tritt das Ohlzwischen die reibenden Theile, und die Bewegung wirdwieder sanft und leicht. INach Jahre langem^Gcbrauche aberwird es nötliig, die Alhidade ganz herauszunehmen , Büchseund Kegel zu reinigen, und wieder mit fiischem Ohle zuversorgen. Zu diesem Zwecke werden jene sechs Schräub-chen, die beyde Ringe Zusammenhalten, ausgeschraubt, dererste Ring von der Axe abgezogen , die beyden Hallten desanderen aus ihrer Nutli gedrückt , und die Stahlfeder weg-genommen. Dann lässt sich auch der Loupenträger abneh-