Z!2 Von d. Entdeckungen im Nord. Ul. WschN.
ren Friedens. Der Handel und die Manufakturennahmen dadurch stark zu, und eö waren in London Kauf»leute aus allen Theilen Europens. Die Lombarden undVenetianer waren besonders zahlreich, so daß nach denersteren sogar eine Straße in London benennet ward.Die Osterlinge aus den Hansestädten trieben daselbstauch groß Verkehr. Die Entdeckung von Westindiendurch Christoph Colom 1492 verursachte ein großesAufsehen, und erweckte zuerst ein Begehren nach einerSee-reise, auf der man eben solche Entdeckungen machen könnte.
I)Es wohnte zu der Zeit in London ein VenetianerNamens Johann Labota oder Labor, der drei Söhnebei sich hatte, welche Ludwig, Sebastian und Sän-«Hes hießen. Sebastian war noch jung, hatte aberdoch schon schöne Kenntnisse in den schönen Wissenschaf-ten und der sphärischen Wißenschaft oder allem was zurmathematischen Kenntniß der Erde und der Schiffartherforderlich ist. Da Sebastian von der Entdeckungdes Colom hörte, ward seine Begierde durch eben solcheUnternehmungen Ruhm zu erwerben entflammt. Kö-nig Heinrich VII gab 1495 oder 96 dem Vater und sei-nen drei Söhnen ein Recht unter der Königl. Flaggenach den östlichen, westlichen und nördlichen Meerenmit fünf Schiffen zu siegeln, und daselbst solche denHeiden zugehörigen Lander und Inseln zu entdecken,welche noch von keiner christlichen Macht zuvor entdecktwaren worden. Im izten Jahre seiner Regierung be-kam Johann Labor Erlaubniß mit 6 Schiffen vonTonnen und drunter auf Entdeckung auszuseegeln. Erging aber nicht vor dem Jahre 1497 im Anfange May^unter Seegel, hatte nach seinem Gestandniße nur zn^Schiffe auf des Königs Kosten ausgerüstet und verpr^viantiret: die Bristoler Kaufleute schickten aber drekoder vier kleine mit groben Tüchern, Mühen und aridesschlechten Waaren befrachteten Schiffe mit. Er