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Geschichte der Entdeckungen und Schiffahrten im Norden / von Johann Reinhold Forster
Seite
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z 12 Von d. Entdeckungen im Nord. Nl. AbschN.

Nachdem er sich daselbst mit dem Schiffsvolke.' er-frischet, seegelte er südwestlich bis er beinahe denselbenGrad der Breite hatte, unter dem die Meer-Enge vynGibraltar liegt, und bis er dieselbe Länge hatte, unterwelcher die Insel Cuba gelegen ist. Nach dieser Anmer«kung vom Petrus Marryr, ist Sebastian Cabot, ohnge-fähr bis zur Lhesirpeak Bay in Virginien gekommen.Der Mangel an Lebensmitteln nöthigte ihn die Rückrei-se anzutreten; und er brachte drei Einwohner, von Bac-calao oder Neu Fundland mit. Da aber große Zurü-stungen zum Kriege gegen Schottland gemacht wurden,,so blieb keine Wahrscheinlichkeit für Ihn, daß man hie.Vortheile seiner Entdeckung benutzen würde, und erging also in spanische Dienste-, wo er zum l'ilokeerklärt ward, und die Küste von Brasilien und deuPlatafluß verkundschaftet, auch nachgehends nochmehrere Reisen in spanischen Diensten unternommen hat.In einer Schrift König Edward VI. wird 15-4» einSebastian Cabor auch zum Grand Pilot von Eng-land mit einem Gehalte von 166. Pfund Sterlings ge-macht, allein wo es derselbe ist, muß er damahls sehralt gewesen seyn.

I!) Wir finden nicht daß seit der Regierung HeinrichVII. und unter der von Heinrich Vlll. einige große Un-ternehmungen und Reisen nach Norden sind ausgeführetworden. Der kärgliche Charakter des ersteren hinder-te ihn, nach der ersten Expedition des Sebastian Ca-bot, welche zwar viel Land , vom 56° N. Br. bis zürng6" N. Br. entdeckt, allein keine Reichthümer an Goidund Silber zurückgebracht hatte, nach denen man da-mahls allein lüstern war, etwas neues zu unternehmen»Der unruhige, wollüstige, stolze und grausame CharakterHeinrich Vlll war auch keine große Aufmunterung fürunternehmende geschickte Männer, sich der unbeständi-gen, tyrannischen Denkungsart des Königs bei einer