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und trat von dort aus sein hiesiges Lehramt an. Die siebente ordentliche Lehrerstelte wurdeVon Michaelis an von Dr. Wiechmann zunächst provisorisch verwaltet. Die Bestätigungseiner definitiven Anstellung ist bereits höheren Orts erfolgt, Dr. Wiechmann, gebildetaus dem hiesigen Gymnasium und aus der Universität zu Berlin , war seit Michaelis 1864als Hülfslehrer und seit Januar 1866 gleichzeitig als Probandus am Gymnasium zu Stolpbeschäftigt.
Nach dem Ausscheiden des Gymnasiallehrers Grünberg wurde gleich zu Anfang Julider Schulamts-Candidat, Probandus Dr. Otto Hoffmann, gebildet auf dem Gymnasiumzum grauen Kloster und der Universität Berlin, höheren Orts zur höchst nöthigen Aushülsedem hiesigen Gymnasium bestimmt. Er übernahm sofort einen Theil der Unterrichtsstundendes Herrn Grünberg und nach dem Abgänge des Schulamts-Candidaten Breitsprechcraußer anderen Stunden hauptsächlich dessen Stelle in Sexta 8.
Mittlerweile war Dr. Möller aus der fünften ordentlichen Lehrstelle in die vierte ascen-dirt und seine Stelle Dr. Franzky, dessen Provisorium im Monate Mai in eine definitiveAnstellung verwandelt worden war, übertragen. Derselbe, auf dem Gymnasium zu Groß-Glogau und auf den Universitäten zu Breslau gebildet, war früher an der Realschule l. Ord-nung zu Frankfurt beschäftigt und von da im Jahre 1865 an das hiesige Gymnasium zurÜbernahme mathematischer und naturwissenschaftlicher Unterrichtsstunden berufen. Nach seinerEinberufung im Monate Mai konnten zwar seine mathematischen Stunden anderweitig vertre-ten werden, nicht aber die naturwissenschaftlichen, welche im ganzen Semester ausfielen und nurdurch Vicariate, welche die übrigen Lehrer übernahmen, gedeckt wurden.
Sämmtliche neuberufcne Lehrer mußten von dem Director, weil das Auditorium fehlte,in den einzelnen Classen eingeführt werden und wurden später im Auftrage des Patronatesvon ihm theils mit Bezug auf ihren früher geleisteten Diensteid auf ihr hiesiges Amt verpflich-tet, der ordentliche Lehrer Walther am 7. Juni und Subrector Dr. Schillbach am 16.October, theils förmlich vereidet und zwar rc. Dr. Franzky am 28. September, rc. Rei-chart aber am 20. November 1866.
Da Subrector Dr. Schilt back den gesummten Turnunterricht am Gymnasium in dieHand nahm, trat der praktische Turnlehrer, ordentlicher Lehrer an der hiesigen Realschule,Herr Teile, welcher eine lange Reihe von Jahren den Turnunterricht am Gymnasium mitEifer und gutem Erfolge gegeben hatte, um Michaelis aus seinem bisherigen Verhältnisse zudieser Anstalt aus.
Für den Schreibunterricht in Sexta 8. mußte eine Aushülfe gewonnen werden, weilSchreiblehrer Schulz als Hauptlehrer an einer hiesigen Elementarschule nur 6 Stunden wö-chentlich am Gymnasium zu unterrichten im Stande ist. Es wurde daher der Schrcibunterrichtin der oben genannten Classe dem Herrn Maack, Hauptlehrer an einer hiesigen Vorbereitungs-schule, übertragen.
Gegen Ende des Schuljahres 1866/67 wies eine vorläufige Erwägung des Ascensus umOstern auf die Nothwendigkeit hin, auch die Quinta im nächsten Schuljahre zu theilen, umder Überfüllung dieser Classe vorzubeugen. Es sind deshalb die darauf bezüglichen Anträgesowohl an das Patronat, als auch an das Königliche Provinzial-Schulcollegium gerichtet wor-den, deren Erledigung der nächsten Zeit vorbehalten ist.