Vorrede.
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zu ruhen schien, Himmel au. Die erquickendenStrahlen der Sonne, goßen Leben und Regsam-keit auf die blühende Flur, und der schwarzeSchleyer der Nacht, vom freundlichen Mondebeleuchtet, ward mit Millionen Gestirnen über-säet. Blüthen dufteten allenthalben, die Bäu-me breiteten ihre mit Früchten aller Art be-ladeuen Zweige aus und senkten sie zur Erde,als wollten sie gleichfalls den Labebcdürfendenauffordern, ihre Gaben zu kosten. LebendeWesen von den seltensten Formen, von denmannigfaltigsten Abstufungen belebten die Auen,d'e Wälder, die Luft, das Reich der Gewässer.Endlich entwand sich auf den Ruf der Allmacht,f . der Mensch, dem Staube, und fand. überrascht
und entzückt alles vorbereitet, alles um sichher versammelt, was das Daseyn verschönert,wasdem Leben Anmuth und Reize gewährt. Wahr-lich er müßte des hohen Ranges den ihm derSchöpfer angewiesen hat ganz unwerth seyn,könnte er den Urheber seiner Freuden und Ge-nüsse vergessen, gleichgültig eine möglichst ge-naue Kenntniß der Natur die uns die Bahn£ zu Gott bezeichnet, um sich ihm, dem anbetungs-
würdigen Vater, Schöpfer und Erhalter allerWesen zu nahen, verabsäumen und gefühllos denDank beseitigen, der ihm bis zu unserm setztenAthemzuge gebührt!
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