Mineralien und Mineralogie. 17
Mineralien nennen wir für sich bestehen,de, unbelebte, unorganisirte Naturproducte, wel-che, in oder unter der Erdoberfläche durch dasAnsetzen und Überelnanderhäuftn gleichartigerTheile, durch die Mischung verschiedener chemi-scher Verbindungen entstanden sind. Sie schaffdie Natur aus den zusammengesetzten Stoffen derErde, und versagte ihnen die Sinnenwerkzeuge,deren sie bey dem Mangel der Organe der Le-benskraft nicht bedürfen; sie sind nicht begabtmit den Vorrichtungen zur Äußerung der Em-pfindung, der Reitzbarkeit. An ihnen vermissenwir jede Spur der Beweglichkeit aus eigener Kraft,nach eigener Willkühr, weil fremde Kräfte undeine fremde Thätigkeit erfordert werden, sie vonihrer Stelle zu bringen, die Veränderung ihrerLage, ihres Zustandes zu erzielen. Steine sinddas Bild der Leblosigkeit, des Abganges der in-nern Wärme und Empfindung. Mit dem todte»Gestein vergleichen wir daher einen Menschen,welchen nichts rührt, dessen abstoßende Kältejede Theilnahme an den Freuden des Lebens,jedes Mitgefühl an dem Schmerz seiner Vrüdrrausschließt; von ihm sagt man: er habe ein HerzMineralreich I. Th. B