Band 
2ter Band.
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Lud us Helrnonlii.

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in Aster -Krystallen von doppelt vierseitigen Py-ramiden brechend, ist der verhärtete Mer-gel, inrrrgs indurata , calcoargillite , mit er-digem Bruche, welche sehr weit verbreitet, aus-gezeichnet aber zu Wehrau in der Oberlausitz ,bey Dresden , im Mannsfeldischen, im Hanno-verischen und Braunschweigischcn gefunden undin der Landwirthschaft zu Verbesserung sandigerund thoniger Acker, sonst zur Erzeugung desSalpeters; als Baustein im Trocknen; derErdige aber, der auch Formenmcrgel heißt,zu Formen beym Metall - Gießen angewendetwird.

Der bituminöse gemeineMer-gclschiefer, schwarz, von verschiedenenAbstufungen, bricht derb, häufig mit Abdrückenvon Fischen und Pflanzen, daher er auch Kräu-rerschiefcr heißt. Er ist undurchsichtig, fcttglän-zend, von fchiefrigem Bruche und scheibenförmi-gen Bruchstücken; und enthält nicht nur Erdharz,sondern auch Metallthcile, als Silber, Kupfer,auf welches er bcnützt und dadurch vorzüglichim Mannsfcldischcn ein Gegenstand zu einemnicht unergiebigen Bergbau wird. Sein Vorkom-men ist in eignen Flöhen ; die sogenannten Ingwer-steine, Mergelnüssc oder Mcrgclnicrcn, bestehen ausverhärtetem Mergel, dem die Natur diese beson-dere äußere Gestalt verlieh.

' Ludus HcJmontii oder Paracelsi , auchfei terrae Paracelsi, welche um Antwerpen