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2ter Band.
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809
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Gediegen Kupfer. 8og

Das K upfer, cuprum; cuivre, bildetein eigenes Metallgeschlecht, das eine besondereMetallfarbe charakterisier; an Dehnbarkeit wirdes nur vom Gold, Platin und Silber übertrof-fen; dem Eisen steht es an Zähigkeit nach, auchan Schwere überwiegen es die bereits beschrie-benen edlen Metalle ; es hat einen eigenthümlichenGeruch und Geschmack, einen hohen Grad vonFeuerbesiäildigkeik, ist in Säuren auflösbar,und färbt sich darin blau oder grün. Die ath-mosphärische Luft belegt es mit einem grünenOpyd, dem sogenannten Kupferrost und die ver-dünnte Essig - Säure verwandelt es in Grün-span. Es läßt sich leicht mit den übrigen Me-tallen verbinden.

Das gediegene Kupfer, cuprum na-tivum- enivre natif, Kupferroth in verschie-denen Abstufungen, findet sich derb, einge-sprengt in eckigen Stücken, in Körnern undPlatten, angeflogen, traubig, draht-, baum-förmig und ästig, mit Eindrücken, auch in derKrystall - Gestalt der gleichwinklichen, sechs-seitigen und vierseitigen Säule, in Würfelnund in einer Mittelgestalt von Würfelnund Oktaedern krystallisirt. Sein Glanz istmetallisch, der Bruch hackig. Der Härte-grad hält das Mittel zwischen halbhartund weich. Es gibt auf vielen Lagerstät-