Naturprodukte. 25
doch reicht der Gewinn bei weitem nicht für den Bedarfhin. Die Rasse ist die gewöhnliche teutsche; in FrieSlanD erreicht sie eine beträchtliche Größe» hier wirst ein Mutter-schaf jährlich 2 bis z Lämmer.
Schweine. Die Rasse» die man zur Mästung insLand holt, ist teutsch; die Zuzuck-t bedeutet wenig, selbst inOstfriesland nicht, ob dies Land gleich zum ehemaligen West.Phalen gehört. Dagegen hat schon Zever eine stärkere Zucht.
Wild. Außer Hasen, die sich noch in Brabant um Herzogenbusch finden, streift selten ein anderes Wild indas Gebiet des Staats ab; in Geldern sieht man einige Rehe,in der Veluwe wilde Schweine., aber äußerst selten. In denDünen von Ostfriesland halten sich Kaninchen in großerMenge auf; ihr Fang gehörte bisher zu den Regalien.
Federvieh. Gänse, die man unter andern in OstfrieS -land zu 24 bis 30 Pfund mästet, werden in allen Provin-zen häufig gezogen, vorzüglich in den Sümpfen deß LandesKuik ; auch hat man viele Hühner, Äalekuteu, Enten, Tau-ben. — An wildem Geflügel, als KrammetSvögeln undSchnepfen, ist hm Herbste in den höheren Gegenden, an wil-den Gänsen, Enten und Becassinen in den Niederungen keinMangel. Die Störche haben hier ihre Heimath und nir-gends finden sie eine bessere Pflege.
Fische, sowol Fluß- als Seefische: aber diese, nichtjene sind der Gegenstand der lebhaftesten Nachstellung undgewissermaßen die Basis des holländischen Wohlstandes.Von jenen hat man die meisten europäischen Arten, vondiesen an den Küsten hauptsächlich Kabliaus, Lachse , Schell-fische, Rochen, Schollen, Butten, Zungen, Platteisen,Garneelen, Krabben, Muscheln und treffliche Austern, imOceane aber Häringe und Wallsische. — Auch der See-hund (phoca vitulina); findet sich auf den ostfriestschen