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GESCHICHTLICHE ÜBERSICHT.
bis zur Vollendung, Theil genommen hat. Ich erkannte bald in ihm einen bei derAusführung eines so weitläufigen, die höchste Genauigkeit erfordernden Unterneh-men, unschätzbaren Gehülfen; und so belohnte sich mein Rcstrehen, dafs ihm dieGradmessung zur Ausbildung seiner Kenntnisse Gelegenheit gewähren mögte, der Ar-beit selbst dadurch, dafs derselben in Herrn von Wr an gell ein Mitarbeiter ward,der Talent, Eifer und Beharrlichkeit in solchem Grade verband, dafs er bald in alleTheile der Gradmessung wesentlich eingriff. Mit wenig Ausnahmen war Wrangell der Mitbeobachter am Universalinstrument, der die Einstellung des untern Fernroh-res leitete, und die der Wasserwage hei den Yerticalmessungen, und daherauch fast beständig die Beobachtungen unmittelbar ins Tagebuch eintrug. In denJahren 1823 und 1824 trat einige Male Herr L e mm an seine Stelle, und Wrangell über-nahm dann die Richtung eines der Heliotrope. Dieser Wechsel hatte zum Zweck,auch einem zweiten die Gelegenheit zur Beobachtung am Uuiversalinstrument zu schaf-fen. Ebenso war Wrangell es, der bei allen Beobachtungen am Dorpater Vertikal-kreis Einstellung und Ablesung der Wasserwage besorgte. Überdies griff er mit demgröfsten Eifer in alle allgemeinen Einrichtungen und Vorkehrungen ein, machte dannnamentlich hei der Basismessung die zweite Reihe der Ablesungen , während ich die ersteführte, und hielt so das zweite getrennte Journal derselben, und theilte endlich nachder Basismessung unverdrossen mit mir die Beschwerden der Wintercampagne biszum Schlüsse der Beobachtungen. Doch, es ist unmöglich, einzeln aufzuzählen, wieWrangell für die Gradmessung thätig ward, ich mufs vielmehr dieselbe als ein vonmir und Wrangell , unter meiner obern Leitung, gemeinschaftlich nusgoführtes wis-senschaftliches Unternehmen anschen.
Einen wichtigen Antheil am astronomischen Theile der Gradmessung nahm derHerr Collegienrath, Professor Dr. l’auckcr aus Mitau im Jahre 1826. Die unter sei-ner Leitung stehende Sternwarte des Gymnasii illustris erhielt im Jahre 1S26 einenaGhtzehnzolligen Verticalkreis von Ertel, nach einer von mir angegebenen verbes-serten Constraction. Mit Genehmigung der Obern erhielt Herr Professor Pauckereinen Urlaub vom ersten Mai bis zum ersten September, und die Erlaubnifs, dafs das er-w'ähnto Instrument für die Gradmessung benutzt werden könne. Er machte daher dieReisen nach Jacobstadt und Hochland mit, und lieferte theils selbst eine Reihevon Beobachtungen über die Polhöhe, theils gelang es mir mit dem erwähnten In-strumente eine unabhängige Bestimmung dieses astronomischen Elements;, sowohl lürdie beiden Endpuncte im Jahre 1826, als für den mittleren Ilauptpunct Dorpat im