Band 
Erster Theil.
Seite
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BEOBACIITUNGSMETIIODEX.

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den zuerst eingespannten Faden etwa 1' bis zum 17. Mai 1824; nachher vom 17.Mai 1824 an betrug er nahezu 70" bis zum Juni desselben Jahres; von der Zeit anblieb er bis zum Schlufs der Arbeiten 1827 unverändert nahezu 30", immer negativals Correction für K. R. Diese Veränderung der Collimation war durch das ein-spannen neuer Fäden hervorgebracht. Bei Gelegenheit der Azimute durch den Po­ larstern wird man sehen, mit welcher ausgezeichneten Schärfe sich die Correctionder Gcsichtslinie aus den Beobachtungen findet, und folglich wo nöthig in Rechnunggebracht werden kann.

Es ist nicht leicht, jedesmal eine vollkommen genaue Einstellung des unterenFernrohrs auf die Marke und zugleich des obern Fernrohrs auf das Object, so dafses ganz genau in der Mitte der Fäden liegt, zu erreichen. Wenn der eine Beob-achter das obere Fernrohr genau eingestellt hat, und nun der zweite das untere aufdie Marke bringt: so erzeugt die Bewegung des Limbuskreises durch die im Centrostattfindende Reibung eine Tendenz des Alhidadenkreises sich zu verstellen, wel-che nur durch die Hemmung defselben verhindert rvird. Aber keine Hemmungdurch Klemme und Mikrometerschraube ist absolut wegen der Elasticität, undrückt das obere Fernrohr mitunter noch etwas nach, und vice versa. Die mit demMeridiankreise vertrauten Beobachter,, an welchem die Stelle des Versicherungsfern-rohrs von der Libelle eingenommen wird, kennen diese Mittheilung der Bewegungund die ihr folgende Durchbiegung des Armes, der die Alhidade an den Pfeilerbefestigt, sehr wohl aus der Veränderung des Standes der Blase, der ohne Aus-nahme verschieden ist, je nachdem die Mikromclerschraube nach der einen oderandern Richtung zuletzt gedreht wurde. Aber da liest man unmittelbar die Verstel-lung der Libelle, und folglich die des Kreises ab, und bringt sie in Rechnung.Hätte man fürs untere Fernrohr ein Absehen, wie Befsel Meridianzeichen einge-richtet (Königsberger Beobachtungen Abth. 6, Seite XII.), so könnte man desselben Vor-teils sich erfreuen. Ein solches ist aber bei geodätischen Operationen nicht wohlanwendbar. Man wird also das tintere Fernrohr immer vollkommen genau nach derMarke richten, und im Fall dann das Object im obern Fernrohr nicht mehr in derMitte der beiden Fäden erscheint, die Abweichung desselben von der Mitte schätzenkönnen. Xach einiger Übung wird man in der Nähe der Mitte eine Abweichunggewifs innerhalb der Distanz der Fäden richtig beurteilen. Ich dachte mirdaher den Ranm von 0,4 bis 0,G des freien Fadcnintervalls scheinbar von der linkenzur rechten Hand in die 8 Intervalle;