18 Einleitungbeſonderes in der Einrichtung aller Theile der orgasniſchen Struktur ſammt und ſonders, und dieſeVerſchiedenheiten fallen groſſen Theils ſo kenntlich indie Augen, daß ſie Anlaß geben zu Unter-Abtheilun—gen in jeder Claſſe, welche eben ſo natuͤrlich ſind, alsdie Vertheilung des ganzen Reiches in dieſe Haupt—Claſſen. Dieſe Unterabtheilungen nach gruͤndlichenAnlaß ausfuͤhren und auszeichnen, durch dieſe Ab—theilungen ſich leiten, und ſich dieſelben nebſt ihrenGruͤnden erklaͤren laſſen, das iſt es worinn vor denLehrenden und Lernenden die Botanik beſtehet.
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Der nachdenkende Liebhaber der Botanik ſie—het nun ſeinen Weg vor ſich, und merket wohl, daßder Botaniſte um in den Stand zukommen, daß erſein Anfuͤhrer werden kann, eben dieſen Weg derErfahrung durch fortgeſetzte Wahrnehmungen, denWeg der Induction durch fortgeſetzte Vergleichun—gen nehmen muͤſſe. Es hat alſo dieſe Wiſſenſchaftmit der Zahl der von Zeit zu Zeit bekannt gewordenenGewaͤchſe zunehmen muͤſſen, und wird auf eben dieſeArt fernerhin wachſen. Wenn alſo der Liebhaberim Fortgange ſehen wird, daß zwar der groͤſte Theilder vorhandenen Gewaͤchſe in naturliche Abtheilun-gen ſich unterbringen laſſen, nach Anleitung ſolcherFormen von organiſcher Struktur, welche deutlichund unſtreitig in die Augen leuchten, daß aber immereine Anzahl Kraͤuter uͤbrig bleibe, welche nirgendhin-