Buch 
Einleitung zu der Kräuterkenntniss / von Georg Christian Oeder
Seite
131
JPEG-Download
 

zu der Kraͤuterkenntniß. 131

ſich allein wenig an, aber der 8 und Gewebe,nebſt der Lage und Verbindung der Theile unterein-ander, entſcheiden das meiſte.1

Die letzten Abtheilungen in der Methode ſinddie.(Genera) F. 117. bey deren Errich-tung und Beſtimmung verſchiedenes zu erinnernund zu bedenken iſt. Sie haben uͤberhaupt einerleyBeſchaffenheit mit der Methode, deren Abtheilungſie ſind. Es laͤſſet ſich alſo bey den wilkuͤhrlichenMethoden, deren ganzer Plan vom Anfang an nachGutfinden angenommen wird, am wenigſten erwarten, daß die letzten Abtheilungen der Natur gemaͤßausfallen ſollen, denn die Abweichungen eines ſolchenPlanes von der Natur, muͤſſen im Fortgange beyder genaueren Ausfuͤhrung der Methode mehr undmehr merklich werden. Man wird alſo in einerwillkuͤhrlichen Methode uͤberhaupt, wenn man einoder andere Abtheilung ausnimmt, wo von ungefehrder Stifter der Methode und die Natur ſich begegnen, uͤberhaupt keinen zureichenden Grund finden,mit den Abtheilungen einzuhalten, ehe man wirklichauf die einzelnen Arten gekommen, und es iſt wirklich beſſer eine willkuͤhrliche Methode in ſo genannterſonoptiſcher Tabellenform bis auf die einzelnen Ar-ten, nach den Geſetzen des Plans auszufuͤhren, alsunnatuͤrliche Sammlungen von Arten, unter demNamen von Gattungen ſtehen zu laſſen.

55

32 1