Ludwig Pfyfer. *
Derselbe ward im J. 152,. zu Luzern gebohren. ImI. 1«;. trat er in französische Dienste. Durch Helden,thaten, deren die französischen Jahrbücher erwähnen,warb er zu den höchsten Kriegeswürden erhoben. Carlder IX. schlug ihn zum Ritter. Der ^,eg den Drcuxoder Bleauville war grossenrheits um-rm Pfrmr zuzuschrei-ben. Hierauf erhielt er das Regiment des Odrist Tam«mans und ward Leurenaiu bey der Leibwache der hundertEvdgenoffcn. Im folgenden Jahr ward er abgedankt undbey seiner Heimkunft zum Lanvvoqt in Wiüisau ernannt.2 m I. i;S6. ward er als eyl-gcnößischer Gesandter anKaiser Maximilian II. nach Regcnspurg abgeordnet; beydieser Gelegenheit ward ihm vom Kaiser sein ritterlicherAdel bestätigt. Im I. 1567. führte er dem französischenKönig Carl IX. sechstausend Mann eidgenößijcher H«>ss-truppen zu. Der junge König selbst, nebst seiner GcmadlinMutter und dem ganzen Hofe befanden sich in ausier erGefahr, zu Meaux von dem Prinzen von Conde übersahenzu werden. Herzhaft und glücklich führte Psyscr das kö-nigliche Haus mitten durch das feindliche Kriegeshecr;noch vor Nacht langten sie unverletzt in Paris an. TagSdarauf ward der siegreiche Obrist von dem König undvon der königlichen Familie mit besondern Ehrenbezeugun,gen empfangen; auch sollte ihm und seiner Compagnie io-gleich der Schlachtfeld ausgetheilt werden: Pfyfer aberwollte diesen Sold eher nicht annehmen, bis er auch denübrigen Compagnien könnte bezahlt werden.
Im I. ,;68. führte er dem jungen König übermalbey roooo. Mann zu; wichtige Dienste leistete er in deinTreffen bey Jarnac, in der Belagerung von Chastellcraut,beym Entsatz von Pvirirrs, svnderhkitlich auch in der