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Peter Viret.
Derselbe wurde zu Orbe, einer Municipalffadt desBernerschen Kantons im I. i;n. gebohren. Nachdemer bey Hause den Grund zu den Studien gelegt hakte,setzte er dieselben in Paris fort. Daselbst neigte er sichauf die protestantische Seite. Nun mußte er aus Frank»reich entweichen. Auf Farcls Antrieb trat er bey seinerHeimkunft in den geistlichen Stand; feine Acltcrn bewoger zur Annahme der evangelischen Lehre. So wol infeiner. Gedurtsstadt als in den benachbarten Gegendensieng er an, diese Lehre zu verbreiten. Zum ersten malepredigte er zu Orbe den s. May i;;r. Ein Jahr hernachempfiengen schon i? Personen aus seiner Hände dasNachtmahl. Mit gleichem Eyer pflanzte er Schüler zuGranson und Pctterlingen; grossen Wiedcrstand fand eran leztcrm Orte; daselbst ward er im I. i;;;. voneinem Priester auf öffentlicher Strasse vcrwundt. Im I.i;?4 begab er sich in Begleit der Bernerschen Gesandtennach Genf. Mit Farcl beförderte er die Rcligionsände»rung. Darüber zog er sich den priesterlichen Haß zu.Auf Anstiften eines Dohmherrn wurde Gift in seineSpeisen gemischt, so daß er zwar mit dem Leben davonkam, jedoch nicht ohne grosse» Nachtheil seiner Gesund»hctt. Von da begab er sich nach Ncuschatcl. Im I.i;;6. wollt' er auf Farells dringende Bttren wieder nachGenf zurückkehren. Unterwegs hielt er sich in Lausanneauf. Alles Wicdcrstands ungeachtet, beförderte er indieser Stadt die Reformation. Daselbst war er zumPfarrer erwählt. Diese Stelle verwaltete er bis zu«I. i;6r. Nicht ohne Mühe bewilligten ihn seine Laufs»-nrr für sechs Monate den Genfcrn. Nachher ward erwieder nach Laufanne zurück berufen, und gieng, mit