L84
Zutrauen gegen ihn war so groß, das man ihm zugleichmit noch fünf andern Gottesgelehrten die Verfertigungder Canons auftrug.
Durch allzu anhaltende Anstrengung des Geistes hatteer seine Gesundheit geschwächt. Er starb den Ockob.,649. im vier und siebzigsten Jahre.
Er übersetzte die Bibel in die italienische Spracheund gab sie im I. 164,. mit Anmerkungen heraus; »yI. 1444. lieferte er auch eine französische Uebersctznngder Bibel. Ueberdieß hat man von ihm einige PsalmenDavids, in französischen Versen, wie auch die erste»französische Übersetzung von Fra Paolo Geschichte derTridentinischcn Kirchcnversammlung.
Man sehe Ph. Mestrezats kwgrsmm. kun. Sponsfälst, äe 6snLve I.. HI. 6» ksul. kreirerr Iks-ltr. Viro-rum eruäitor.
Iostas Simler. *
Er wurde den 6. Nov. i?;o zu Kappel, einem Klo-ster in dem Kontor, Zürich, geboren. Wegen der Krie-gesgefahrcn ward er sogleich nach Zürich versezt. SeinVater war Peter Simlcr, ein frommer und gelehrterMann, ein Vertrauter des grossen Bullingers. Nach derGlaubensverbcfferiinq beschäftigte sich der bisherige Abt zuKappel, Wolfgang Joncr, beynahe nur mit geistlichem Un.terricht; ganz unumschränkt überließ er Peter Smunler,die weltliche Klostcrverwaltung. Dieser brachte sie nachder unglüklichen Kappelerichlacht wieder in Ordnung undsorgte vorzüglich für die Errichtung einer brauchbarenSchule. Nach gänzlicher Sekularisirnng des Klosters,wiedmcte auch er seine übrige Lebenszeit dem Predigamt.
* 7». 6uilie1en 8tuekü vitrm lot. Limleri HZ. sxuil. kr»-tekvv. ,577. 4to»