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Zweyter Band.
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Johann Geßner. *

Wahrend daß hin und wieder bald politische, baldtheologische Schwärmerey gleich einer Seuche auch bessereKöpfe ergriff, nährte gleichwol das Vaterland immernoch würdige Söhne, die, weniger rauschend , aber destosichrer und würksamer durch Sitteneinsalt, durch weissPolizeyverbcsserungen, besonders auch durch Beförderung» des Landbaus und der Fabriken die Wolhfahrt desStaates besorgten. Auf diese Wohlfahrt scheint umter allen Wissenschaften das Studium der Meßkunst undder Naturlchre — theils am meisten, theils am ruhigstenwürken zu können. Ungemein ward dieses Studiumdurch Johann Geßner begünstigt. Dieser würdige N"*menserbe Conrad Geßncrs ward zu Zürich im I.gebohren. Er war noch im I. 1720 ein Schüler ingusrtu, als ihn Dr. Wegeiln zum Kraütcrsnchcn auf§Feld mitnahm; so oft auch in dem Spitale chirurgischHandgriffe vorgenommen wurden, wohnte der junge Geß-ner mit bey. Im I. 172; machte er die erste Vergreist«Unermüdet vermehrte er seine physischen und mathemati-schen Kenntnisse. Hiebey genoß er ScheuchzerS und Ve-ralten Handleitung. Im I. 1726 unternahm er eintweittäiiftigere Vergreise. Allerorten erforschte er die ve»schiedne Druckkraft der Luft durch barometrische Versuche^die Beschaffenheit der Mineralwasser durch Avwäguugund Vermischung chemischer Säfte — besonders auch ve»Ursprung und die Lage der Berge. Die Beobachcullge"schrieb er in ein ausführliches Tagbuch zusammenz eilstgrosse Menge Mineralien, Versteinerungen, Pflanzen, 3 ^stckten bracht er als Ausbeute zurück.

* S. Birners Leben der Aerzte und Naturforscher, B.

Er» I. wie Druckers Bildersaal, Lh. tX.