Band 
Der Fische erster Theil.
Seite
30
JPEG-Download
 

Zu ' Der Haysisch.

tvcrbfii. Daß aber der mütterliche Hay feinen Jun-gen bey anscheinender Gefahr seinen Leib öffne undin ihm einen Zufluchtsort gewähre, ist, so oft manes schon behauptet hat, nicht nur unerweislich, son-dern auch unmöglich. Aber eine andre höchst merk-würdige Anstalt hat man bey einigen wahrgenom-men. Wenn der Embryo in feiner Hülle sich reiffühlt, so zersprengt er diese, und überläßt sie andernSeegeschöpscn, die oft darin nisten. Jetztverwan-delt dieNatur die schlappenHäute,die bereits an ihmhängen in eine volle Blase, und gießt die Feuchtig-keit, in der er zuvor, noch im Ey eingeschlossen,schwamm, hinein, so daß am jungenHay ein langer,ziemlich großer Sack hängt, der schwerer als er selbstist. Aus diesem Vorrachssacke zieht er so lange sei-ne Nahrung, bis er stark genug ist, sich welche aufzu-suchen. Je mehr von der nährenden Feuchtigkeit inseinen Leib tritt, desto mehr vermindert sich auch derVorrath; die Blase wird kleiner, ja endlich leer undfällt ganz ab. Welch eine Weisheit und Güte, dieden jungen Hay nicht ohne Aussteuer aus dem Lei-be seinerMutter entläßt, und ihm gerade so viclNah-rung für seine hülflose Jugend zumißt,als er nöthighat,, bis er sich selbst in der Welt forthelfen kann.