Der gemeine Stör. 67
häufigsten im Winter, und höhlt ihn mit Haken un«1er dem Eise hervor, wo er sich doch so sicher glaubenkönnte. Da die Kälte die Versendung des frischenFleisches erlaubt, so hat es denn auch einen höhernWerth, als im Sommer. Daher haben die Kosaken,die sich mit diesem Fange abgeben,in einigen Gegen-den das weise Gesetz gemacht, alle Störfische, die imSommer von ungefähr in ihre Netze gerathen, wie-der ins Wasser zu werfen, um sie im Winter besserund zu einem höhern Preise nutzen zu können. Überdiesem Gesetze halten sie so strenge, daß der, der esübertritt, nicht nur aller seiner Fische beraubt, son-dern auch tüchtig geprügelt wird, und das vonRechtswegen. Nicht jeder Kosake begibt sich, wenner will, ans Eis, um es aufzuhauen und Störe zufangen. Nein man gehl bev diesem Fange sehr or-dentlich und gemeinschaftlich zu Werke. Schon imHerbstmerkt man die Platze, wo sich die Störe häu-fen, und also zu vcrmuthensseht, daß sie in den liefenStellen, in dichten Reihen neben einander liegend,ihr Winterquartier nehmen wollen. Ja man willbehaupten, daß die Kosaken durch dasEis, sobald essich gesetzt hat, indem sie sich darauf legen und eiltTuch über sich decken lassen, auf den Grund sehen
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