Der gemeine Aal. <*8*
der Aale gar nichts wüßten, und statt gewagterVermuthungen lieber ruhig abwarten wollten, bisZeit und Erfahrung sie gründlich darüber belehrte.Dieß ist nun endlich geschehen, so daß man es alsunwidersprechlich gewiß ansehen kann, der Aal seyein lebendige Junge gebührendes Geschöpf. SchonLeeuwenhöck fand imLeibe einesAalS kleineAälchen,die nicht stärker als ein Pferdehaar waren- Deut-licher sah Fahlberg 1750 auê einer noch lebendenAalmutter ein Junges heraushangen, und fandin ihrem Leibe noch 4s andre. Erfahrne Fischerversichern, daßwenn man inderLaufzeit (so nenutman die Leichzeit der Aale) Aalmütter drücke, sokämen die Jungen in Gestalt kleiner Schlangen zumVorschein. Ei» Paar Anekdoten scheinen die Sachevollends außer allen Zweifel zusetzen. Denn alsin Schwedisch-Pommern ein großer Aal gefangenwurde, und für die Tafel zubereitet werden sollte, sofand ihn der Koch so voller Gewürme, daß er feinem,Herrn davon Nachricht gab, weilen es nicht wagteein solches Gericht vorzusetzen. Dieser untersuchtenundaS sogenannte Gewürm mit einem Vergröße-ruugsglase und fand eine ungeheure Menge jungerAale, die zum Theil nicht dicker als ein Zwirnsaden