Band 
Der Fische zweyter Theil.
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Der gemeine Härmst. 291

daß er weder auf die Oberfläche steigt, noch auf denGrund sinkt ; wenigstens flnden die Fischer um dieMitteihrer Seile vielLeichkleben, dahingegen we-der darüber noch darunter welcher zu sehen ist. Umihn von sichzu lassen, und sich selbst gleichsam dazuzu reihen, reiben sie sich den Bauch an spitzigenSteinen, legen sich bald auf diese, bald auf jeneSeite, ziehen heftig Wasser ein, stoßen es wiedervon sich und bewegen leidenschaftlich ihre Flossen.Zwey bis drey Tage bringen sie mit diesem Geschäftezu, wobey sie den Fischern ihre Gegenwart hinläng-lich verrathen, und dann schießen sie mit einem plät-schernden Geräusche wieder dem hohen Meere zu.Sehr verschieden ist die Laune der Häringe in ihrenZügen. In einem Jahre können sie irgendwo wim-meln, wo in einem andern keine hinkommen, undwirwerdenweiker unken hören, wie sie zuweilen aufviele Jahre gewisse Gegenden, zum großen Unglückihrer Bewohner, ganz meiden, und dann aus un-bekannten Ursachen plötzlich wieder erscheinen kön-nen. Aber so wie überhaupt veränderliche Laune zunichts gut ist, so macht auch diese Eigenheit, in dersich die Haringe von gar vielenFischen unterscheiden,den Fischern, die auf ihren Fang auskaufen, viel

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