294 Der gemeine Haring.
Anblick seiner mit den schönsten Fruchten beladenenBäume, die ja größten Theils als Fremdlinge beyuns einheimisch geworden sind, mit Rührung des-jenigen zu gedenken, der den ersten Versuch wagte,diese Schatze der Natur untrr eine dem ersten An-schein nach ungünstige Himmelsgegend zu verpflan-zen ? Doch wir kehren zu unsern Haringen zurück.
Je nachdem die Häringe jünger oder älter sind,je nachdem leichen sie früher oder spater, vielleichtauch öfter, als einmahl im Jahre, und die Tempe-ratur der Luft und desWaffers hat ünläugbar hier-auf großen Einfluß. Es ist daher leicht einzusehen,warum sie nach der Zeit, wenn sie gefangen wer-den, so sehr verschieden sind, und auch von denHolländischen Kaufleuten verschieden benannt wer-den. So nennen sie Hohlharinge diejenigen, indenen sie weder Rogen noch Milch sinden, weil sieschon im Frühlinge geleicht haben: Majecken die,die im Sommer leichen werden, und bey denen Ro-gen und Milch flüssig sind; Vollhariuge die erstim Herbst leichcnden. Man kann denken, daß inAbsicht auf Werthund Güte ein beträchtlicher Ab-stand unter diesen Haringen sey und daß man sichsehr betrüge»würde, wenn man alles, was k'in-