Zo8 Der gemeine Häring»
Schweden undNorwegen ganz ärmlich tingefalznenvnd in einer schwachen Lacke gegornen Haringe,die man bald in offnen, bald in mit Luftlöchern ver-sehenen Tonnen gährett läßt. . Auf sie wird beyweitem nicht der Fleiß und das viele Salz gewendet,wie auf jene. Aus einem sehr begreiflichen Grundefind die Matrofenhäringe vorzüglich gut. Denn dadie Holländer täglich jedem Matrosen zwölf Stückefür seine Person einzusalzen erlauben, so ist natür-lich, daß sie, an der Quelle stehend, sich die bestenaussuchen. Und wer wollte es ihnen auch verden-ken , daß sie für ihre saure Arbeit auch den bestmog-lichenLohn sich zu verschaffen suchen? DieGrön- ^laNder und andre arme Küstenbewohtter, die auf !ihre Nahrung nicht viel wenden können, und nur inihrer Genügsamkeit und der Unkunde andrer Be-dürfnisse einen Ersatz für das Viele, was ihnenversagt war,.finden müssen, begnügen sich oft,statt aller Vorbereitung, damit, daß sie dieHaringe an der Luft und auf Felsen trocken wer-den lassen.
Durch die Erfindung, oder wenigstens Verbes-serung des Einpökelns eines so weichlichen, derZaulniß schnell unterworfenen Fisches, hat si$