Band 
Der Fische zweyter Theil.
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364 Die Barbe.

sche Fischwerk die Barbe zeichnen mußte. Er be-merkte in dem Maule seines Originals einen Fisch-schwanz-und hatte das Vergnügen, einen jungenBors herauszuziehen, der frisch und gesund war.Auch Menschenfleisch lieben die Barben. Ihrereine große Menge fand man um die Leichname ver-sammelt, die die Türken, nach aufgehobner Bela-gerung von Wien in die Donau geworfen hatten.Indessen schlägt der Barbe ihre Kost ganz gut an.

Sie wächst sehr schnell, und erreicht in Deutsch­ land eine'Größe von zwey bis drey Fuß uüd eine !Schwere von 6 j 8 Pfund. Fast alle größereStröme unsers Vaterlands besitzen sie. In derWeser sollen die Barben von dem in sie zum Wäs-sern gelegten Flachse so fett und wohlschmeckend 'werden , daß man sie dem Lachs an die Seite setzt.Auch soll diese Liebhaberey ihren Fang sehr erleich-tern. Es ist diese Bemerkung um so auffallender,da in unsern Tagen, im Reichsanzeiger, die so großeAbnahme -er deutschen Gewässer an Fischen undKrebsen zur Sprache gekommen, und von mehrerndem Wässern des Flachses zugeschrieben wordenist. Sollte nicht die ftnmer tiefer sinkende Ach»tmig vortrefflicher Landesgesetze über die Zeit des