Band 
Der Fische zweyter Theil.
Seite
388
JPEG-Download
 

388

Das Rothauge.

wo Sand- undMergelgrund ist, wohnt dieser Fisch.Ehe i Oderbrüche eingedämmt wurden, fing man-hn jo baufig in dieser Gegend, daß man ihn als. chweinesutter brauchte. In dek Mitte des Mayesleichter. Seine grünlichen Eyer, deren man ineinem 8^70 gefunden hak, werden im Sieden roth.Bewunderungswürdig ist dieSchlauigkeit diesesFi-sches. Er wühlt zum Leichen die Mittagsstunde,weil es da am ruhigsten auf dem Wasser ist, unddie ihm so gefährlichen Fischer ihre Mittagstafelhalte». So lange erJemand aufdemWasser merkt,so bleibt er in der Tiefe. Man legt ihm Reiser hin-ein, damit er sich daran seinbs Leiches entledige.In Seen, wo nur selten gefischt wird und wo dieRothaugen in Menge sind, hat man bemerkt, daßfie sich zum Leichen in wohlgeordneten Zügen fort-bewegen. Ein Paar Tage vorher kommt ein kleinesCommando lauterMilchner; dann folgen alle Rog-ner und die nbrigenMilchner beschließen den Zug.Sie schwimmen in dichtenGliedern, und nach ihremAlter und ihrer Größe rotkenweise geordnet. Unter-bricht ein Zufall die Reisegesellschaft, so sammelt siesich bald wieder. Sie find schwer zu fangen. JheFleisch ist zwar angenehm, aber die vielen gäbet-