Band 
Der Fische zweyter Theil.
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4°4 Der Chinesische Goldkarpfen.

Schweinefleisch und Schneckenbrut, deren Schleimihnen sehr angenehm seyn soll, füttert man sie. Flie-gen haschen sie ungemein gern. Im Sommer mußman ihnen, je warmer es ist, desto öfter frischesWasser geben. JmWinter geschieht es alle acht odervierzehn Tage. Während dieser JahrSzeit fressen sienicht. Die Chinesischen Goldkarpfen, welche in vol-ler Freyheit in Teichen leben, in denen eilte Moder-erde ist, brauchen keinFuttcr. Sie finden in ihr nähr.hafte Theile genug. Ist aber der Grund sandig, sokann man ihnen Brot,Lehmkuchen, Mist u. v. m. ge-ben. Fehlt es ii! diesen Teichen an Grundkräutern,oder an einem niedrigen, flachen Ufer, wo sie ihrenLeich absehen können,'so muß man Zweige hinein-legen. Im May leichen sie und haben eine zahlreicheNachkommenschaft. Hier in der Freyheit erreichensie eine beträchtlichere Größe, als in den Gefäßen,die ihre Bewegungen so sehr beschränken und ihnenso viel Zwang anthun. In diesen bringen sie ihreLänge höchstens aufsechs bis acht Zoll, in jener aufzwölfbis vierzehn. Gewöhnlich haben die Chineseran ihren prächiigcn Fischgefäßen ein Pfeifchen hän-gen. Ai foenSchalldesschben kommen dieGoldkar-xfen ohne Schüchternheit an hie Oberfläche und las-