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Herrn Karl Bonnets Abhandlungen aus der Insektologie / Charles Bonnet ; aus dem Französischen übersetzt und mit einigen Zusätzen herausgegeben von Joh. August Ephraim Goeze
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Beobachtungen über die Blattläuse.

Orte, wobey den Insekten gemeiniglich der Mund sitzet,zeigt sich ein feiner Saugerüssel, (trompe) (ich. IV, t,)womit sie den Ncchrungsscift der Pflanzen aussaugen.Wenn ihn die Blattlaus nicht gebraucht; so hat sie ihn derLänge nach unter ihrem Bauche durchliegen e). Bey eini-gen l) ist er so unmäßig lang, daß er hinterwärts ein gros-ses Ende unter ihnen hervorstehet, welches vollkommen wieein Schwanz- ausstehet. ( 6Z-. VIs. Vlll. t.) Der Baudieses Saugerüssels ist sehr sonderbar. Er bestehet ausdrey Stücken, oder Röhren, die beynahe wie die Röhren ei-nes Perspektivs, eine in die andere gehen. (6z. VIII, x, o, t.)

3 . Auf

wieder abziehen. Man gebe derselben ihr eigenes Kraut, dieWolfsmilch, sie wird sie zwar auch erst anrühren; aber auchgleich anfangen zu fressen. Eben fo werden es andere Rau-pen machen, wenn ihnen Wolfsmilch vorgeleget wird. Znder Teleologie sind Vie Erfahrungsbeweise die sicherstenund besten. Heb.

e) Daher bekommt man diesen Saugerüssel auch sehr selten zusehen. Dies hat mich anfänglich bey meinen mikroskopischenVersuchen oft genug betrogen. Entweder das Znfekt, wennes auf dem Rücken liegt, hat den Sangeftachcl gerade vonsich weggestreckl, oder es hat ihn längs unter dem Bauchedurchliegen. Zn beyden Fällen muß man den Focus desMikroskops so stellen, daß man von der Blattlaus weder denKörper, noch die Füsse deutlich sehen kann; alsdenn pflegtgemeiniglich der Stachel zu erscheinen und sichtbar zu wer-den. Denn ich bin Bürge, daß viele Liebhaber solcher Ver-suche Blattläuse genug betrachtet, ihren Stachel aber, diesesbewundernswürdige Instrument,, noch nie gesehen haben.Mit den "Wanzen, oder Wanvlausen verhält sichs eben so.Sie haben ihren Stachel auch längs unter dem Bauche durch-liegen. Ucb.

f) Das sind die Blattläuse, welche sich in den Ritzen der Ei-chenrinde aufhalten, und die der Herr von Rcaumürlom. III. y. z;4> und in seinen folgenden Memoires be-schrieben hat. Sie sind auch noch wegen ihrer Dicke merk-würdig , darinn sie fast einer gemeinen Fliege gleich kommen.