Beobachtungen über die Blattläuse. 27
Hörnern kommende Saft herausgedrückt wird. Es ge-schiehet mit einiger Gewalt, wie es ohngefähr durch eineTrompete geschehen mögte. Eigentlich konnte diese Sachenichts anders beweisen, als daß das Othemholen den Aus-wurf der Feuchtigkeit befördere. Dem aber sey, wie ihmwolle; so habe ich in Absicht auf diese Hörner etwas ent-deckt, welches ich nicht verschweigen darf. An statt daßsie sonst gewöhnlich, von der äussersten Flache des Leibesgerade aufstehen (Ein).), so waren sie so niedergelegt, daßsie über die Rande des Körpers wegtraten.
„Auf den Blattern des Pflaumenbaums, die mit„Blattläusen bedeckt sind, sagt der Herr V0U Reau-„MÜr, p) stehet man von Zeit zu Zeit, daß fast alle Blatt-läuse eines Blatts, ihren Hintertheil, lind viere von ihren„Füssen in die Höhe stellen; alsdenn ruhen sie nur auf den„beyden Vorderfüffen. Eine Blattlaus macht den An-fang dieser Bewegung; ihre Nachbarn thun hernach ein„gleiches, und allmälig thun es die übrigen auf dem Blatte„alle nach. Darin besteht ihre ganze Uebung; denn sonst„kommen sie nicht von der Stelle. „
Mir schien es indessen beständig wichtig genug, dieUrsache dieser abwechselnden Schwenkungen zu untersuchen.Es haben mich aber meine Beobachtungen über die Insek-ten, und insonderheit über meine Blattlaus vom Spindel,bäume, belehret, daß sie dazu dienen, den Auswurf derErcrcmente, oder eines Safts, der ihre Stelle vertritt, zubefördern (Einl. I. z.). Denn es geschahe nicht eher, alswenn nun bald ein Tröpfchen von diesem Safte sollte aus-geführet werden, daß ich sie, ihr Hintertheil, und ihre vierHijiterfüsse aufrichten, und Wechselsweise niederlassen sahe,
wel-
p) klein, pour 1'lnlk. lles lnk Aoin. III. P. r^6.