Beobachtungen über die Blattläuse. z 5
Geoffroy 0 gemuthmasset hat, daß es das Männchen derBlattläuse wäre.
Damit ich aber endlich die Geschichte meiner Blatt-lausmutter völlig zu Ende bringe; so habe ich nur diesesnoch zu melden. Indem ich den ganzen fünf und zwanzig«sten, bis des folgenden Morgens gegen fünf Uhr, abwe-send seyn muste; so hatte ich bey meiner Rückkunft denVerdruß, sie weder da, wo ich sie gelassen, noch in derGegend herum wiederzufinden, wo ich sie vergeblich gesuchthatte. Da ich es, seit dem Anfange ihrer Niederkunft,nicht für nöthig hielt, sie so genau einzusperren; so hattesie sich ohne Zweifel dieser Gelegenheit bedient, um sich an-derswo hinzubegeben. ' Man kann leicht erachten daß mirdieser Verlust sehr empfindlich war. Ich hatte diese Blatt-lausmutter zur Welt kommen sehen: ich war ihr bestän-dig über einen Monat gefolget; und ich machte mir einVergnügen daraus, meine Beobachtung, mit gleicherSorgfalt, bis zu ihrem Tode fortzusetzen. Davon ver-sprach ich mir mehr, als das blosse Vergnügen, nemlich dieAnzahl der Blattläuse aufs genaueste zu erfahren, die sievielleicht noch würde geboren haben. Nach der sehr gros-sen Abnahm ihrer Leibesgestalt zu urtheilen, würde sie ver-muthlich nicht sonderlich groß gewesen seyn. War ihr
E 2 Bauch
t) Alem. äs 1 '^yaä. äss Lcrenc. 1724. Es ist dies eine an-dere Meynung, die ich Übergängen, als ich die Meynung derNaturforscher von der Erzeugung der Blattläuse angeführethabe. Herr Geoffrov aber war dadurch bewogen worden,dieses Thierchcn für das Männchen der Blattläuse zu halten,weil er es zerdrückt, und weder Eyer, noch Junge gefundenhatte. Der -Zerr von Reaumür hat sehr gut bewiesen,'I'om.Hl. p. zzc>. daß dies in der That nur eine Blattlaus-niutrer sey, welche alle ihre Jungen abgelegt habe. Ein an-derer Beweis davon ist diese von mir jetzt angeführte Beob-achtung.