5 8 Beobachtungen über die Blattläuse.
ohngefahr auf fünfzehn Grad gestanden hatte. Es warzwar vorn zwanzigsten an, unter zwölf Grad gefallen, undam Ende des MonatS stand es nur auf achte. UnsereBlattlausmutter war aber auch /äst beständig unbeweglichgeblieben; sie hatte sich all den Wegerichstengel angeklam-mert, und ihren Saugerüssel, wie gewöhnlich, in die Rindeeingestochen. So lebte sie ohngefahr bis zum zehntenOktober, da ich sie todt fand, daß sie nur noch mit der äusser-sten Spitze ihrer Dorderfüsse, an dem Stengelchm hieng.Ich versuchte sie wieder zum leben zu bringen, daß ich siean einen warmen Ort trug; es war aber vergeblich. Un-streitig würde ich sie länger, und vielleicht den ganzen Win-ter durch, erhalten haben, wenn ich hätte im Oktober, und No-vember gute, und ihnen gemäße Wegerichstengel sinden kön-nen, oder wenn ich an deren statt eine andere Pflanze gekannthätte, da der Wermuth und Spindelbaum/ womit ich gegendas Ende des Septembers die Probe machte, als mir dasWegerich anfing zu fehlen, vergeblich gewesen war. 0Endlich schien das leben unsrer Blattlausmutter ziemlichlange gedaurt zu haben, wenn man erwägt, daß sie ihreNachkommen, bis zum sechsten Geschlechte sahe, wie manin der Folge dieses Journals sinden wird.
Zweytes Geschlecht.
Den achtzehnten August, des Abends gegen sechs Uhrbrachte ich die vierte Blattlaus, .von der Blattlausmutterdes ersten Geschlechts allein, die zu eben der Zeit vor meinenÄugelt geboren war.
Sie
'«) In der Meynung, daß vielleicht die Blattläuse des lwegc,ricbs, den Stengel dieser Pflanze verlassen, und sich an dieWurzeln begc en hatten, zog ich viele derselben aus der Erde,und untersuchte sie sehr genau; ich fand aber daran auch nichtein einziges von diesen Insekten.