Anhang. 15z
„vhnerachket so weit getriebener Versuche, als diese sind,„die ich jetzt mit aller Genauigkeit erzählet habe, noch nicht„dafür halten, daß ich die Falschheit, des in der dritten„Beobachtung angezeigten Zweifels dargcthan hätte; so„würde man sich stets bequemen müssen; entweder mir mir„anzunehmen; daß die Blattläuse ihr Geschlecht, schlechter-„dings ohne Begattung fortpflanzten; oder daß eine einzige„Begattung wenigstens zu neun nach einander folgenden„Geschlechten hinreichend wäre. Das hiesse aber, eine von„den gewöhnlichen Regeln, gleich weit entfernte Sache an-nehmen, wo nicht gar die letztere noch weiter davon ab-„gierige. Indessen glaube man ja nicht, daß ich dieses nur„darum sage, als wollte ich der Mühe überhoben seyn, diese„Versuche zu. wiederholen, oder sie bis zu mehreren Ge-„schlechten fortzusetzen. Man 'würde sich betrügen.„Meine Absicht ist hingegen, die Einsichten, die ich in die-„ser Sache erhalten habe, gemeinnütziger zu machen, und„darüber mehr Licht auszubreiten. Ich selbst aber ver-zweifle gar nicht, daß es mir nicht gelingen sollte, diese„kleinen Insekten, wenigstens bis zum dreißigsten Geschlech-te, allein Aufzuziehen. „ — So schloß ich vor acht-
zehn Jahren, und durch diest Art von Enthusiasmus getrie-ben, schickte ich mich an, Versuche aufVersuche zu Haufen,weil ich voraussetzen konnte, daß die ganze Unternehmunggewöhnlichermassen, lang und beschwerlich seyn würde. Inmeinen Augen war es nur noch ein Vorspiel, und ich hieltalles beynahe für nichts, was ich gethan hatte. Jetzt wür-de ich über diesen Enthusiasmus lachen, wenn die Folgendavon angenehmer gewesen wären; ich habe ihnen aberdoch die Untersuchungen der Pflanzenblätter, und dieAnalyse der Seelenkräfte zu danken.
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