der Wurme des süssm Wassers. 2zz
gröstcn Erstaunen, sahe ich, daß sie sich in den Bodensatzeinbohrten, und sich ihres spitzen Vordertheils bedienten, sicheinen Weg hineinzumachen. Ich habe den Wurm (X'o. t l.Tab. II.) längs an den Seiten des Glases, worin ich ihn auf,bewahret hatte, Hinaufkriechen sehen, ob er gleich weder Kopfnoch Schwanz hatte. Wo sitze also das Lebensprirm-PMM in solchen Wurmen, wenn sie, nachdem ihnen derKopf abgeschnitten ist, noch eben dieselben Bewegungen, fawas sage, ich, eben dieselben Naturtriebe zu erkennen ge-ben? Wieviel andere Schwierigkeiten stellen sich Über-bein bey dieser Sache, auf einmal unsrem Gemüthe dar?Sind diese Wärme blosse Maschinen, oder sind eSzusammengesetzte Wesen, deren Triebfedern eine Seele inBewegung seht? Und wenn sie ein solches Principium msich haben; wie ist das beschaffen? Wie verhalt sichs injedem Stücke? Muß man in jedem Jndividuo eben sovielSeelen k) annehmen, als es Stücke desselben Jndividur
giebt,
k) Herr Bonner hak sich darüber: in der Betrachtung überdie Natur p. 149. sehr scharfsinnig erkläret: »Die Polypen»secle ist einfach. Sie ist, wie jede andere, untheilbar.Sie ist das eigentliche Ich, oder die Persönlichkeit des Thierres. Dem Ansehen nach har sie ihren Auffenrhaic im Ge-hirne. Wir wissen aber nicht: wie, und es liegt auch nichtsdaran. Ein Rumpf, ein Stück von dem Polypen ist keinePerson, es wird aber eine, sobald es einen Lopf bekommenhat. Dieser Kopf war in dem Leime vorher da. warumsollte varin nicht auch eine Seele präepistiren f Sollteober der Wille, welcher die Präexistcnz der organischen Gan-ze» geordnet hat, nicht auch die Praexisteuz der Seelen ha-ben orvnen können s —- Wenn jeglicher Leim seineSeele hat; so ist jeglicher Keim ein vermischtes Wesen.Dieses Wesen wird ein Ich, eine Person, sobald die Organ« ge-nugsam entwickelt sind, und den Eindruck der äussern Gegenstän-de zur Seele bringen.Vcrgl, mit den ponlisteratioris luvles Lorps orzarnsös. Pom. ll. Llmx.Ill. Lrt. rzz -190.
Bomiet 2.TH. Q