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Die Theorie der Plastizität von Forbes. —
Dem Grundgedanken einer in ihren einzelnen Theilchenbeweglichen, von der Schwere herabgezogenen Gesammt-niasse hat aber Niemand den scharfen Ausdruck und dievollständige Geltung gegeben wie Forbes 35 (1843) inseinem klassischen Reisewerk. Selbst Agassiz 36 (1847)musste diesen Gedanken anerkennen und er steht nochheute unangefochten da. Allein über den nähern Vorgangder Bewegung, die Richtung der innern Kräfte, die Naturder Beweglichkeit der Theilchen, kurz das Detail desMechanismus weichen die Meinungen noch vielfach auseinander.
Theorie von Hopkins. — Hopkins 37 (1845) denktsich den Gletscher nach seiner Länge gleichsam in vertikaleBlätter zertheilt, deren mittlere am schnellsten, die seitlichennach dem Rande hin immer langsamer fortrücken. DieseVorstellungsweise erscheint aber als eine rein künstliche 38 ,denn 1. lässt sich kein Grund augeben, nur den nebeneinander, nicht eben so gut den über einander liegendenTheilchen eine relative Bewegung beizumessen; 2. stehteine ausschliesslich vertikale Longitudinalstruktur im Wider-spruch mit dem mehr transversalen und horizontalen Ver-lauf der Bänder an den Ogiven und an dem Ende desGletschers. Eine nach allen Richtungen mögliche Beweg-lichkeit , da sich offenbarend, wo die aus dem Druck oderZug des Eises und aus den Hindernissen des Bettes er-wachsenden Kräfte es vorschreiben, ist wohl die einzigegenügende Vorstellungsweise.
33 Forbes, Travels, p. 365 u. f.
36 Agassiz, Systeme, p. 524 u. f.
37 Hopkins, Phil. Mag. 1845. XXV. p. 321.
38 Forbes, VIHth heller, Ed. n. phil. J. Ocl. 1844, p. 375. —Wbewell, Phil. Mag.. März u. Mai 1845.