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Abhanges herabsteigende Firn- und Gletschermassen, dieoffenbar alle zu den Hängegletschern zweiter Ordnung ge-hören. Der Tschoharigletscher und die höher liegendenZmindagletscher, unten von hohen Schuttwällen begränztund Steintrümmer tragend, fliessen nach SO., der nur untenvergletscherte, höher aus geschichtetem Firnschnee gebildeteDesdarokigletscher nach NO. in eine tiefe Schlucht, durchdie er zeitweise tobend bis zum Terek hinabstürzt. Kole-nati beobachtete unten erweiterte Firnschründe von 4—5Met. Tiefe, ächte Gletscherspalten von 19 Met., endlicheinen Bergschrund von 64 Met. Tiefe. Seine Beschreibungist ganz geeignet, den Maassstab zu geben, bis auf welcheStufe im Caucasus die Randvergletscherung an hohen Berg-pyramiden gelangen kann. Die Eishölen, deren Dubois er-wähnt, 10 sind offenbar eine andere Erscheinung, verwandtmit den Eisgrotten des Jura.
Inner-Asien» —Das gleiche Zurücktreten der Gletscherscheint in noch höherem Grade den Gebirgen eigen, welchedie Hochländer der Tartarei, Bucharei und Mongolei be-gränzen und durchsetzen. Von keinem der freilich nicht zahl-reichen Reisenden geschieht der Gletscher Erwähnung. DieLuft über diesen weiten und kahlen , tief im Innern desgrössten Continentes liegenden Steppen und Wüsten erreichteinen ausserordentlichen Grad von Trockenheit, wodurchdie festen Niederschläge der grossen Winterkälte ungeachtetsich auf ein Minimum reduziren; zugleich wirken die heftigeWärmestralung des Bodens und die heissen Winde desSommers mit ausnehmender Stärke zur Wiederzerstörungderselben. Beides zusammen drängt die Schneegränze unge-
10 Dubois nennl solche bei Khotevi und ßateba, bei Tshartyr-dagh, Karabi-Yaüla, Chailankai'a. Voyages, II. p. 380. — V, p. 240,440. — VI. p. 51.