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miden, deren Zwischenjoche die Schneegränze wenig odernicht übersteigen und von allen Seiten den auflösenden Agen -tien ausgesetzt sind, erweisen sich auch in der gemässigtenZone als ungeeignet, andere als kleine Gletscher zweiterOrdnung hervorzubringen. Dazu kommt die Geringfügigkeitder Niederschläge in einer Höhe, welche die feuchten See-winde überragt und die geringe Vereisung unter einem regel-mässigen Klima wie das der Tropen, dem die thermischenGegensätze der Jahreszeiten, die starken Wechsel von Hitzeund eingreifender Kälte grossentheils abgehen 20 . Der Schneeverbleibt und erschöpft sich auf der Stufe des Firnes, ohnezu festem Gletschereise zu werden. Immerhin scheinen dieseUmstände nicht so absolut hindernd zu wirken wie dieheisse Trockenheit der asiatischen Centralländer. In derTliat sind in neuerer Zeit, der frühem Meinung entgegen,selbst unter den Tropen einzelne sekundäre Gletscher ent-deckt worden. Es beschreibt z. B. Acosta 21 in der unter11 0 nördlicher Breite liegenden, der Feuchtigkeit descaraibischen Meeres ausgesetzten Nevada de Sta. Marta einenwirklichen Gletscher, der von dem 5500 Met. hohen Gipfel-punkte unter die in 4687 Met. liegende Schneegränzeherabsteigt und in seinen Spalten, seinen getragenen Blöcken,seiner geritzten Unterlage, seinen ältern Morainen die be-stimmten Beweise einer regelmässigen Bewegung aufweist.
Dem nördlichen Amerika fehlen bis zu grossemBreiten sehr hohe massenhafte Gebirge zur Entwicklung derGletschererscheinung. Selbst aus den Rocky-Mountain^, andenen die Schneegränze in 3800 Met. Höhe 22 hinläuft, hatman keine Berichte. Man muss sich wieder nach Europa
20 E. de Beaumont, Ann. des sc. geol. par Kiv. 1842.
21 Acosta, Bull, de la soc. gdol. de Fr. IX. 1852, pag. 396.
22 Mahlmann, Humboldt Central-Asien II, p. 207.