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Dritter Band. Mehlgebende Pflanzen, Küchengewächse und Obst.
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Bittcrkraut.

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sind die Blätter und können, wenn man sie zwi-scheu den Findern zerreibt, in vier und zwanzigStunden eine Blase hervorbringen. Von nochstärkerer und anhaltenderer Wirkung sind dieBlumen. Am heftigsten aber wirkt der aus demganzen Kraut gepreßte Saft, ergreift selbst dieZähne an, entzündet einem Hunde Schlund undMagen, und tödtet ihn unter den heftigsten Zu-fällen in ein Paar Lagen. Die Kühe geben blu-tige Milch, wenn sie viel solche Pflanzen fressen.Auch andere Hahnenfuß-Arten,z.B.dasS ch malz-b l ü m ch e n (R . acris) , derkn 0 lligc (R. faul-bosu .), sind sehr scharf. Der letztere zieht stgut, wie die Spanische Fliege, auf der Haut Blu-sen und könnte dazu gebraucht werden.

In zieinlicher Menge gedeiht als Unkraut ii«Wiese », Obstgärten und auf thonigem Boden dasH a v i ch r k r a u l ä h n l i ch > D i i t e r k r a n t^Picrishieracioides, rab.XLIV.120; o.er Costeiikraut.Die Stengel werden auf zwey Fuß hoch und le-gen sich zum Theil, wachsen aber auch gerade indie Höhe. Sie sind, wie die unzerkheilten, zu-weilen gezähnten Blätter, rauh. Die ziemlichgroßen, gelben Blumen haben einen gedoppelten