Wucherblume.
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stehen ohne bestimmte Ordnung am Gipfel daÄste. Sie bestehen aus lauter röhrigen Blümchendie in einen langen, fchuppenartigen Kelch ei«-,geschlossen sind. In ältern Anweisungen zmHeilkunst findet man dieses Kraut gegen so vieleund so höchst verschiedne Krankheiten empföhle«,daß mau an der Richtigkeit der Beobachtmige«zweifeln muß. Der salzige Geschmack derBläl-ler läßt wohl auf eine Heilkraft schließen, deßwird heut zu Tage in den Apotheken kein Gebrauchmehr davon gemacht. AIs Hausmittel rühmenejdoch noch Manche, und in Nicdersachsen rühm!man die Blätter sehr zur Zerthcilung der Milch-knoten bey säugenden Frauen. Den Singvbgel»ist das Kraut und der Samen eine angenehmeund gesunde Nahrung. Die Biene« besuchen dieBlumen sehr gern.
Schon haben wir oben im Vorbeygehen derWucherblume (Chrysanthemum segetum,Marguerite </o^Se,Saalwucherblumer24)gedaihhjetzt erst können wir dieses höchst verderbliche Un*kraut ausführlicher beschreiben. Bey uns ist diesePflanze zwar noch nicht so häufig, daß sie bedeu-tenden Schaden stiften könnte; aber es gibt Ge- i