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Dritter Band. Mehlgebende Pflanzen, Küchengewächse und Obst.
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Rübe.

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werden. An einigen Orten, besonders in denSaalgegendcn, werde» sie geschält, in länglicheStreifen geschnitten, an der Lust getrocknet undso als Winter-und Frühjahrgcmüse, unter demNahme» welke Rübe», aufbehalten. Bey unsbehandelt man die Rüben fast auf eben die Artwie den Kopfkohl oder das weiße Kraut, umSauerkrgut als Wintergcmüse zu haben. Derviele Eyweiß- und Zuckerstoff, den die Rübenenthalten, macht sie zu einem sehr guten Nah-rnngsmitlel, und sie dienen eben daher in einige»Gegenden zu einer sehr guten Viehmastung. Ei-nen noch größerenNutzen.gcwahren sie in Huugers»noth, indem man ein sehr nahrhaftes Brot ausihnen backen kann. Der Landrath von Resch inErfurth hat darüb.r Versuche angestellt, die denvollen Beyfall der Akademie erhielten. DreyPfund Rüben und drey Pfund Rockcnmehl gabennenn Pfund gutes Brot. Die Rüben wurden ge-waschen , ungeschält zerschnitten oder zerstampft,und bey gelindem Feuer, mit je einem Pfund Was-ser aus das Pfund Rüben, zu einem Brey gekocht.Diese Masse wird sodann mit dem Rvckenmehlevermengt, gehörig gesäuert und ferner damit wie