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Dritter Band. Mehlgebende Pflanzen, Küchengewächse und Obst.
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Sellerie.

gezahnt, lappig. Die kleinen Blumen mit ihrenfünf Staubfäden, die nur die Vergrößerung«kenntlich macht, sind gelblich; der zwey bis dreyFuß hohe ästige Stengel ist gleichsam cannalierl,wie ei» Stück desselben b zeigt. Erst im siebzehn-ten Jahrhundert ist diese Pflanze bey uns bekanntgeworden, und Heß beschreibt sie im I. läyoalSeine neue Gartenpflanze. Man unterscheidet denwilden Sellerie, der fast allenthalben wild a»Gräben und Sümpfen wächst und im Angußblüht. Er hat einen unangenehmen Geruch uudeinen scharfen bittern Geschmack, auch fehlt esnicht an Erfahrungen, die ihn als Gist etwasdachtig machen. Aber auch an ihm haben sich dieWunder der Cultur bewährt. Sie hat das scharst,bittere, schädliche Gewächs in ein mildes, süßes,gcwürzhaftes und wohltätiges umgefchaffe». Do»dem zahmen Sellerie gibt es zwey Sorten, deneigentlichen oder Kräutersellerie, mitaufrechtstehenden lang gestielten Blättern, dic muuals Salat und zu andern Speisen gebraucht. Die-ser hat eine spindelförmige ästige Wurzel. Außer

diesem gibt es einen Wurzel-Knollen-Kohlrabi-

sellerie. Unter ihnen ist eine Sorte: der rölh-