Volume 
Dritter Band. Mehlgebende Pflanzen, Küchengewächse und Obst.
Page
690
Turn right 90°Turn left 90°
  
  
  
  
  
 
 

6go Kohlrüben.

©cton gegen Ende -es Mays hat man eine Erntevon Blattern zu halten, die anZartheik und Wohl-geschmack jeden andern übertrifft. Man muß aberdie Stiele der Blatter stehen lassen. Sie fallenvon selbst ab, wenn das Sprößchen, daS hinterjedem Blatte hervorkommt, größer wird. Im Au-gust, auch September zeigen sich in jedem Slatl-winkel Sprossen, welche sich in Knöpfe, wie wel-sche Nüsse, zusammenschließen. Diese sind ganzeigentlich der trefflich schmeckende Rosenkohl. DasHerz schließt sich nicht, sondern wächst, so langedie Witterung gut bleibt, fort; auch müssen dieBlätter, die man dann, wenn andre Gemüse nunschon in Menge vorhanden sind, nicht mehr achtet,abgenommen werden. In recht gutem Bodenkann dieser Rosenkohl fünfFuß hoch werden. Dieerste Pflanzung wird im Herbst gespeiset. Die spä-ter» dienen für den Winter, wahrend dessen mandie Pflanzen an einem wohlbcschützte» Orte hält.

Noch sind uns von dem so reichen gemeinenKohl die Ko h l b en a rken über und unter derErde übrig.

Die Oberkohlrübe n (Lr. ol. gongylodes,Kohlrabi r?6) fetzet an dem Strunk einen runden,