Band 
Dritter Band. Mehlgebende Pflanzen, Küchengewächse und Obst.
Seite
704
JPEG-Download
 

704 Knoblauch.

lauch sehr häufig zur Speise benutzt, und er siehtim ganzen Orient, so wie auch in Hungarn, Italien in großer Achtung. Die Juden lieben ihn beson-ders. Mäßig gebraucht erweckt er den Appetitund stärkt den Magen; bey unmäßigem Gebraucheaber kann seine Scharfe die unangenehmsten Zu-fälle veranlassen. Sie theilt sich allen Säften mit,so daß er, wenn man ihn nur auf die Fußsohlenlegt, schon dem Odem einen unerträglichen Ge-ruch mittheilt. Gegen Würmer und gegen Brust-kraukheiten wird er sehr gerühmt. Klcingeschnitt-ncr Knoblauch soll Schnecken, Erdflöhe und Korn-würmer verscheuchen, und den Nattern soll.seinGeruch so zuwider seyn, daß sie, in seine Nähe ge-brach^ in einen Schlummer satten, aus dem sienie wieder erwachen. Mau nimmt in anstecken-den Krankheiten Knoblauch in den Mund, um sichvor Ansteckung zu sichern. Die reisende armeVolks-Classe in heißen Ländern schützt sich durchKnoblauch vor den Übeln Folgen, die ihr dasschlechte, in der Hitze getrunkne Wasser zuziehenkönnte; dahernannteihnGalen den TheriakdcrArmen. Man empfiehlt ihn in gar vielen Übelnals Hausmittel, und er soll den Zahnschmerz siü-