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Vierter Band. Küchengewächse und Obst.
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Wilder Birnbaum.

dem Speyerling, den Mispeln, dem Weißdorn,und die darauf folgenden Verheiraihungen derdavon abstammenden Linien unler einander mögendie vielen Varietäten entstanden seyn, die durchCultur jetzt schon bis auf fünfzehn hundert Sor-ten gestiegen sind. Man trifft ihn in Hölzernund auf Feldern wild wachsend an. Er wird einhoher, starker Baum, zumahl in einem lehmigen,mit etwas Sand vermischten Bvden; in steini-gem, schlechtem aber erlangt er nie die schöneHöhe und den majestätischen pyramidalischeu Kro»uenwuchs. Nur sehr langsam wächst er. Seinejungen Sprossen sind mit Stacheln besetzt; dieRinde ist gcidbraunlich; sie wirdim Alterschwärz«lich, grau und rissig. Die Blumen (85; stehendoldenweise auf laugen Stielen. Sie haben ei-nen becherförmigen Kelch a , der am Rande infünf dicke, spitzig zugehende Ausschnitte getheiltist. Die fünf weißen, zuweilen auch ins Fleisch-farbige fallende Blumenblätter sind etwas hohl,wie Löffel. Auf weißen Stielen sitzen zwey undzwanzig bis dreyßig Staubbeutel-, in denen dieVergrößerung c artige, der Lange nach gefurchteKölbchcn zeigt. Den Stempel d bilden fünf

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