Mittel zu ihrer Verbesserung. 21
nur das an, was zur Erlangung und Erhöhungjener Vortheile nothwendig ist, da gegenwärtigdie größte Kunst eines klugen Landwirthes nichtsowohl in der Zahl seines Viehstandes, als inder Veredlung desselben besteht, indem er alleindurch diese in den Stand gesetzt wird, den mög-lichst größten Gewinn von demselben zu ziehen.Wenn nun freylich hierzu vor allem erfordert wird,daß man in der Auswahl des Zuchtviehes sehrsorgfältig sey, und sich hierzu die besten, gesün-desten und kräftigsten Thiere aussuche; wenn fer-ner hierzu nothwendig erfordert wird, daß manjede Thierart ihrer Natur gemäß behandle, undstrenge Ordnung in Absicht auf Nahrung undArbeit, Reinlichkeit des Leibes, des Lagersund der Ställe, der Lust rc, beobachte: so istreichliche und gute Fütterung ebenfallsein Hauptmittel zur Veredlung und Verbesserungdes Viehstandes. Man sagt im SprichwörterStroh wird nicht Butter, und bey dürftiger undschlechter Nahrung muß das beste Vieh verküm-mern und abnehmen. Man betrachte die Kuh,deren Krippe stets mit düstendcm Klee, oderandern frischen oder getrockneten Futterkräuter»