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Sechster Band. Gräser und Futterkräuter; Pflanzen, deren Früchte und Säfte zu Getränken, wie auch solche, die zur Bekleidung etc. angewendet werden.
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in der Arzneykunde. 51

so dürr und unfruchtbar er auch übrigens aus-sieht, und diese Gewächse machen den Flugsandfest, ihre langen und dünnen Wurzeln haltenden Sand zusammen, und ihre Halme und Blät-ter halten den Wind ab, daß er den Sand nichtwegführen kann. Ja noch mehr, viele dieserSandgewächse und Gräser verwelken jährlich uildgeben, gleich dem abgefallenen Laube in denWaldungen, eine Lage oder Rinde, die inFäul-niß übergeht, dadurch zum Dünger wird, undnach und nach dieOberffächedes Sandes in einefruchtbare Erde verwandelt, auf welcher anderenützliche Gewächse für Menschen und Vieh an-gebaut werden können. Wir werden in der Fol-ge Gelegenheit haben, mehrere dieser so nütz-lichen Sandgcwächse näher kennen zu lernen.

Auch dem Arzte biethen die Gräser einigesdar, das er mir Nutzen zur Heilung verschiede-ner Krankheiten anwendet. So werden z. B. dielaufenden Wurzeln verschiedener Gräser in denApotheken unter dem Nahmen Graswurzel(Radix graminis) aufbewahrt, die bey uns vonden, in Gärten und Ackern durch das weiteD 2