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Sechster Band. Gräser und Futterkräuter; Pflanzen, deren Früchte und Säfte zu Getränken, wie auch solche, die zur Bekleidung etc. angewendet werden.
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614 Feigbohne, Lupine.

gesponnen werden'kann, so verdient diese Pflanzealle Aufmerksamkeit in dieser Hinsicht, a ist dieSamcnschote, undSder Same, durch welchen sievermehrt werden kann. Dieselbe Beschaffenheit hates auch mit der, auf eben dieser Tafel 59 abgebil-deten Pflanze, derF ei gb 0 h n e, L u p i n e (Lupi-nus varius), deren sich Gartenlicbhabcr wohl erin-nern werden, da sie als blaue, rothe und weißeSpiel-art in unsern Garten gezogen wird. Diese Lupineoder Feigbohne gehört ebenfalls in die zweyte Ord-nung der siebzehnten Classe, mit in zwey BündelnvcrwachsenenStaubfäden, hatBlättcr,wclche einenStern bilden, und einen behaarten Stamm; «isteine geschlossene, b eine offene Fruchtschote.

Alle Lupinen haben einen ziemlich hohen undgeraden Stengel, welcher einen sehr festen Überzugenthält, der in sehr feine Fasern gespalten werdenkann, wenn man ihn zweckmäßig behandelt, beson-ders würden sich die Fasern derLupincn sehr gut zuGegenständen von grosserDaucr, zu Fäden, Stri-cken und Seilen eignen, wenn sie zweckmäßig be-handelt würden. Auch nehmen sie nach der Bear-beitung eine seidenartige Glätte an, so daß sie sichvortrefflich für solche Gewebe schicken würden, diezurRegulirung der gestickten Zeuge, als Unterlagedienen, und nach Vollendung der Arbeit wieder her-ausge ogen werden sollen, welches oft, wenn derStoffnicht gut gewählt worden ist, unsern fleissigcnDamen viel Mühe macht, und manche Anstrengung