227
säumt / Pkozcßsucht genährt, der Ehefrieden ist gestört,die Kinderzucht ist ganz dahin; - und der Ruin vielerFamilien nimmt überhand. (Man sehe auch nur alle« Tage unser Berner Wochenblatt an; wo mehrereVevogtunaen und Vergantungen vorkommen und vorSäufern und schlechten HauShälcern gewarncc wird»»Wie können wir aber (fährt die ökonomische Gesellschaft»von Bern fort) eine Verbesserung hoffen, da die meisten»Tavernenrechte Herrschaftliche Kleinodien sind; da„unsre bürgerlichen Häuser bald alle zu Schenken ge«»macht werden, und die Wcinhandlnng fast die einzige»ist, durch die sich Patrizier und angesehene Bürger»nicht entehre glauben. Die fruchtbarste Anstalt würde„diese seyn, dak man die Gelegenheiten zu den Sauf«»gelogen und der Volksverführung lieber verminderte,»als stets zu vermehren trachtete —„
Durch Einlösung mehrerer Tavernenrechte könnteman viel Gutes stiften. ES ist laut den gedachtenSchriften der ökonomischen Gesellschaft, auch dem Ver-fasser eine Dorfgemeinde bekanni, die durch Einlösungdes Tavernenrechts und Unterdrückung desselben, sichvor dem nahen Ruin bewahret habe. (Schriften derökonom. Gesellschaft 1766. St. II. Seite 27)
Ein anderes Milalicd dieser patriotischen Gesellschaft,Hcrr R- T. schrieb schon im Jahr 17,0 von der Gemeinde
') Siehe die Abhandlungen der btvnenNschen Tiselii'chafk MLern. Jahrgang i7«e> Sru>k 1 , Leite at.