Buch 
Vollständige Nachrichten über eine polizeyliche Untersuchung gegen jüdische, durch ganz Deutschland und dessen Nachbarstaaten verbreitete Gaunerbanden / von Karl Stuhlmüller
Seite
10
JPEG-Download
 

Makener berüchtigt, wie er denn auch bey Räübereyenmitgebe, und dabey vor Gericht, wie fast alle GaunerMucker Religion, eine unbiegsame Verstocktheit und Hart«näckigkeit offenbare

Im Jahr I 80 Y und 1810 soll er mit ssoacbimchäppmsnn, krächzn kirumback, l.uxens Isis undIlii-rcii Qevi eine Reise nach Tyrol und der Schweiz gemacht baden, wo sie viel Geld herau-schleppten. ImJahr 181L soll er in Koburg und Fulra, iglö istKassel , I8l7 in Augsburg , und in den jüngsten Jah-ren beym Oberamt Neckarsulm in Untersuchung gesessenseyn.

Von Augsburg wurde er nach Breslau auf demEchub gebracht, und hat also wahrscheinlich Breslau für seinen Geburtsort angegeben. Zm Jahr igN. sollteer zur Untersuchung über die Gauner SeoKI 1.88 Lüls,Älarum Läl- et Lons. nach München abgeschoben wer-den , hat sich aber auf dem Transport dahin wieder iuFreiheit gesetzt. Er ist cinSpießgerelle der größten und berüch»tigstcn Räuber, und ein äusserst verwegener gefährlicherKerl, der gewöhnlich Waffen bey sich führt, aus jedemArreste und auf jedem Transport entspringt. Vor SJahren wurde er auch einmal mit Frau und Kindernund mit dem Gauner in Dlnkelsbuhl arretirt,

weil damals auf dem Markte viel gestohlen wurde, fas-sen kurze Zeit unter unbekannten Namen, wurden hin-weg trasisportirt, entsprangen aber wieder.

Er bat schon unzählige Diebstähle und zwar von dergrößten Art begangen, sich aber stets durchzuwinden ge-wußt

Seine Frau, Namens Vogel , eine Schwester vondem Onxen; ^elcok Ki- 66, welche er im Jahr 180Yin Baiersdorf geheyrathet hat, und mit der er 5 Kin-der erzeugte, wohnt in Braunsbach , seinem Geburtsort.Sein Vater war der verstorbene Gauner ölen-

i-urger von Kriegshaber , k. Landgerichts Göggingen .

In Baiersdorf ist er nicht selten zu finden.

-