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Vollständige Nachrichten über eine polizeyliche Untersuchung gegen jüdische, durch ganz Deutschland und dessen Nachbarstaaten verbreitete Gaunerbanden / von Karl Stuhlmüller
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rilgsten feiner verübten schlechten Thaten, und es istmit Gewißheit anzunehmen, daß er immer bey solchenUnternehmungen war, die von der XValämanni'chenBande, wovon er, wie gesagt, eines der ersten Mitglie«der ist, ausgeführt wurde, und überhaupt bey solchen, dieMit Gewalttl ätigkciten verbunden find.

Vor ohngefäbr z Jahren saß er in Heilbrunn we-gen eines sogenannten Tckillesbandels, und kurz darauftn Mainz wegen eines Diedstahls mit Nach An üsseln inder Abendzeit Er hält sich meistenthcils in der HaupteRäuber-Niederlage bey dem Garkoch in Hechingen auf, die Fevertage über gewöhnlich beym Garkoch Alo-rcirele in Wanken.

Er hatte eine Frau, die aber mit einem andern da-von gegangen sevn soll.

XV. Hlosciie oder lVlaurcchs ldluäel auch IsaaicHsvse; oder Noss? Issalc, lVlo; klärt und ^knachz-nLdan genannt. Wohnort: unbekannt, und giebt baldFrankfurt , bald Amitrrdam für keinen Geburtsort aus.Signalement: Alter, 34 Jalre Größe. 6 Stutz4 Zoll. Statur, sehr stark. Haare, schwärzt raun.Stirne, hoch. Augenbraunen. schwarzbraun. Augen,braun. Nase, groß und gebogen Mund, weit. Zäh-ne, gesimd, jedoch gelb vom Tabak-Kauen. Kinn, oval.Bart und Backenbart, wen'g oder keinen, indem er vcr8 Jahren noch keinen Bart hatte. Gesich'sform, langund oval. Gesichtsfarbe, gestmd. Besondere Kenn-zeichen : Bey der Aussprache schnarrt er das r. Er istlustigen Temperaments, und spricht hochdeut'ch und hol-ländisch. Gaunergewerb: Räuber - Anführer.

Er ist einer der gifäbrlichsten Räuber und eigentlichwegen seiner Jugend noch gefährlicher als der obige ga-cvl> ^Valämann, Xr. X.

Er hat immer eine Anzahl verwegener Kerl (soge-nannte Schränket) bey sich, mit welchen er zur Nachts-zeit auf Raub ausgeht, liegt oft mehrere Tage zurSommerszeit mit feinen Spießgesellen im Wald« , und