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Deliciae urbis Bernæ : Merckwürdigkeiten der hochlöblichen Stadt Bern ... / [Johann Rudolf Gruner]
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228 Das funfste Capitel

in. Das schöne, grosse, heitere Chor, welchessauber gewölbt, und mit sauber ausgeschnitztenChor- Herren Stühlen zu beydm Seiten wohl ver-sehen, zwem Stand hinter einander, welche scho?ne Schreiner- Arbeit verfertiget Meister JacobRülch imdt Heni Seewaagen, kostete die Arbeitso Pftmd. Oben darauf sind die Propheten unbApostel sauber geschnitzet ; Sonderlich sind in die-sem Chor sehens - würdig, die von WalthekBürger und Glaßmahler zu Bern sauber undkünstlich gemahlte Fenster, darinn das gantzeLeiden Christi und andere Historien wohl vor-gestellt werden; Insonderheit ist merck-würdigzu sehm die Sakraments - Mühle / welche die^rsnrsubttLiitmtioii oder Brodt- Verwandlung,reprses-ntirt, da eine Mühle von einem Bachgetrieben wird, neben welcher der Pabst kmiteiner Müller - Schauffel steht, und mit der-selben die 4 Evangelisten in die Mühle schüttet,mit der Bklsschrisst: ktoc eniin Lorvurmcum ; unten aus der Sargen kommen an stattdes Mehls viele Hostien herfür, die ein Bi-schoff in einen Becher auffasset, auf welchemder gantze Leib Christi stehet, welche Hostiendas umherkniende Volck anbettet.

Seit der deform suon wird diß schöne Chatwenig mehr gebraucht als daß bey Begehungdes Heiligen Abendmahls darinn Zer Kelch-mimttiirt wird ; Vor diesem stund zuvorderst indenk Chor der Tauffstein, und wurden daselbstalle Kinder der Stadt getanfft, biß äin» rs?)

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