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Deliciae urbis Bernæ : Merckwürdigkeiten der hochlöblichen Stadt Bern ... / [Johann Rudolf Gruner]
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309
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Von dem untern oder grossen Spital, zoz

geschafft crwchlt, der in dem erst - gemeldten Hauswohnen, und die Verwaltung desSpitals haben soll-te unter einer 6xen Besoldung, und Speiß undTranckausdem Spital si'ic sich, seine Ebeftau unds Kinder. Hingegen solle er um alles Einnehmenund Ausgeben, klein und groß, exsNe Rechnungdem vlreüorio ablegen; DißHaus hat noch einenEinziehet, der auch 6x«- Besoldung hat. DieserSpital ist sehr reich, hat schöne Güter um die Stadt,4 5 grosse und kleine Zehenden, viele Zinse und Ein-künften, auch ein schön Rebguddie gantze Jnsul imBieler-See,daraufein wohlgebautes Haus, so vordiesem ein Closter gewesen, darin» jetzt des Spital-Schaffner wohnet. Aus diesem Spital werden vie-le Haus- Armen mit Speiß und Tranck, Muß undBrodt auch Geld versorget, und viele Pftündter daunterhalten.

Es haben auch die Edlen von Dießbach undeiniche Gesellschafften da für Arme gantzePftündengestifftet; Und obwohl dieser Spital sehr grosseEinkünfften hat, so mag er doch -er Armuth nichtgenugsam stemm/ und sind die Ausgaben auch über-schwencklichgroß.

Es ward schon änno 1722 vor Räch undBur-gererkmnt, undim^n. 17z i auf ein neuesbestät-tiget einen ansehnlichen neuen Spital zu bauen / wellman aber des Platzes und Orts halb nicht hat könnendes einen werden, indem einige dm Spital in derStadt, die andem aber ausser der Stadt habm wol-len, also ist diß Merck noch memahl zum Standkommek

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